Wie ein deutsches U-Boot durch eine defekte Toilette zerstört wurde
Seit dem Zweiten Weltkrieg sind deutsche U-Boote führend auf dem Gebiet der Unterwasser-Müllentsorgung. Die Ingenieure entwickelten eine spezielle Methode, um sie ins Wasser zu kippen, anstelle der damals üblichen und weniger bequemen Lagerung an Bord in speziellen Tanks.

U-Boot U-1206
Anfangs wurde diese Methode nur in geringen Tiefen angewandt, aber der Fortschritt schritt weiter voran und ermöglichte es den Deutschen, sich dank eines verbesserten Latrinentyps in großen Tiefen sicher zu erleichtern. Was, wohlgemerkt, nicht nur in der Entwicklung, sondern auch in der späteren Nutzung besonders schwierig war. In diesem Zusammenhang wurde der Besatzung jedes U-Bootes eine spezielle Person zugeteilt, die Schulungen zur korrekten Benutzung der Toilette durchführte.
Das U-Boot U-1206 war das neueste Modell, das eine solche Toilette trug.

U-Boot U-1206Im Frühjahr 1945 befand sich das U-Boot sechzehn Kilometer vor der schottischen Küste, tief in der Nordsee. Zu diesem Zeitpunkt beschloss Kapitän Karl-Adolf Schlitt, die Toilette aufzusuchen. Als er getan hatte, was er wollte, schaute er verwirrt auf das neue Gerät und erkannte erst dann, dass er den Unterricht nicht hätte überspringen sollen, in dem seinem Team beigebracht wurde, wie man dieses Gerät richtig benutzt. Ich musste um Hilfe bitten. Der Spezialist, der seinem U-Boot zugeteilt war, war jedoch mit etwas anderem beschäftigt, so dass Schlitt sich an einen der Matrosen wandte. Zu seinem Unglück hat er sich selbst nicht wirklich an die Toilette gewöhnt und sich deshalb auf erfolglose Experimente eingelassen. Ohne auf das offene Ventil der Toilette zu achten, gelang es dem armen Kerl schließlich, aus dem Inhalt der Latrine, vermischt mit Meerwasser, einen ganzen Brunnen zu arrangieren. Das alles ergoss sich auf den Boden, die Fontäne dachte nicht einmal daran, abzuebben, und es war absolut unmöglich, sich dem Ventil zu nähern und es zu schließen. Das U-Boot tauchte eilig auf, aber das Salzwasser der Nordsee hatte bereits das Batteriefach erreicht. Wenn es mit einer Bleibatterie in Berührung kam, löste es eine sofortige Reaktion in Form von ätzendem Chlor aus.
Das aufgetauchte U-Boot wurde sofort von britischen Flugzeugen angegriffen. Karl-Adolf befahl seiner Mannschaft, das Schiff zu verlassen. Daraufhin wurden die deutschen Matrosen von einem Zerstörer an Bord genommen.
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