Wie viele deutsche U-Boote gab es nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, und was wurde mit ihnen gemacht?
Deutsche U-Boote versetzten die Matrosen der alliierten Länder im Zweiten Weltkrieg buchstäblich in Angst und Schrecken. Sie errangen zahllose Siege, Siege, die manchmal glänzend und manchmal heimtückisch und heimtückisch waren (Angriffe auf Lazarettschiffe). So oder so endete der Zweite Weltkrieg mit einer Niederlage für Nazi-Deutschland, und es stellte sich die Frage, was mit den deutschen U-Booten geschehen sollte. Insgesamt verfügten die besiegten Deutschen im Mai 1945 über 156 U-Boote.

Im Juli/August 1945 fand die berühmte Potsdamer Konferenz statt, an der Vertreter von drei Ländern teilnahmen – der UdSSR, der USA und Großbritanniens. Zu diesem Zeitpunkt war das Schicksal der deutschen U-Boote noch nicht vollständig entschieden, die Frage hing in der Luft, und so fand im Oktober desselben Jahres ein neues trilaterales Treffen statt, bei dem eine Einigung erzielt wurde.
Es wurde beschlossen, dass aus 156 U-Booten 30 der neuesten und interessantesten ausgewählt, aufgeteilt und den Siegerländern übergeben werden sollten. So wurden 10 U-Boote von der Sowjetunion, 10 von den Amerikanern und weitere 10 von den Briten erhalten. Von den verbliebenen 126 U-Booten befanden sich 10 in einem äußerst beklagenswerten Zustand auf verschiedenen Stützpunkten – sie konnten aufgrund der im Krieg erlittenen Schäden aus eigener Kraft nirgendwo hinfahren. Es wurde beschlossen, diese Boote in Metall zu schneiden. Aber die 116 verbliebenen U-Boote sollten an ihrem letzten Einsatz teilnehmen – Operation Deadlight (25.11.1945 – 12.02.1946), der von den Streitkräften der britischen Marine durchgeführt wurde.

Deutsche U-Boote in Lisaholly, Irland. Bildquelle:
Also, was war das für eine Operation? Die deutschen U-Boote wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, von denen eine nach Nordirland, nach Lisaholly Bay, und die andere an die Küste Schottlands, nach Loch Ryan, verlegt wurde. Danach wurden die Boote zu einem Punkt etwa 160 Meilen vor der Küste Irlands geschleppt. Einige U-Boote wurden zu diesem Zeitpunkt einfach versenkt, während andere sowohl von Matrosen der Royal Navy als auch von britischen Flugzeugen geübt wurden. Vielleicht hätten die Briten diesen Spaß weiter gehabt, aber ein Sturm brach aus und etwa 50 U-Boote sanken ohne Hilfe, im Alleingang.

Auf diesem Bild schleppt ein polnisches Schiff (ja, die Polen waren auch dabei) ein Boot zur Versenkungsstelle. Bildquelle:
Und doch geschah ein kleines Wunder – von all diesen dem Untergang geweihten U-Booten überlebten 2. Eines davon steht heute als Denkmal an der Küste der deutschen Stadt Elbe, das andere ist als Exponat im Museum der amerikanischen Stadt Chicago ausgestellt.